Work and Travel – so reist man heute!

Jung, wenig Budget aber richtig Lust, die Welt zu sehen? Dann ist Work and Travel genau das Richtige! Ob über eine Agentur oder auf eigene Faust – wer sich rund um den Globus jobben möchte, sollte vorab unbedingt den Versicherungs-Check machen!

Gäste betreuen in Chile, Gemüse anbauen in Norwegen oder hier und dort kellnern, während man mit dem Rucksack quer durch Australien, Neuseeland oder Kanada reist. So oder so ähnlich kann „Work and Travel“ aussehen. Das Geniale daran: Man lernt Land, Menschen, Sprache und Kultur aus nächster Nähe kennen und hält gleichzeitig seine Urlaubskasse im grünen Bereich. Oder man arbeitet einfach für Kost und Logis und minimiert damit seine Reisekosten.

Lückenfüller und Sinnsuche in einem

Work and Travel ist nicht nur die ideale Überbrückung für Wartesemester, sondern auch Intensiv-Sprachkurs und „Lebenslauf-Upgrade“. So ein Auslandsaufenthalt macht sich schließlich immer gut. Für Julie, die Tochter einer Freundin, die mir gerade all das mit leuchtenden Augen erzählte, hat das geplante Auslandsjahr etwas von Sinnsuche. Sie möchte unterwegs nicht nur die Welt, sondern auch sich selbst besser kennenlernen, um sich danach für den richtigen Beruf und Lebensweg zu entscheiden.

Bevor sie sich aber im Herbst auf den weiten Weg nach und durch Australien macht, möchte sie noch ganz genau wissen, was sie denn da eigentlich für Versicherungen braucht. Von mir. Klar.

Natürlich hatte ich keinerlei Ahnung, versprach ihr aber, mich schlau zu machen. Und das habe ich nun. Mit einer kleinen, leicht bitteren Pille vorweg …

Keine Ü30-Veranstaltung – leider

Diese spannende Art des Reisens ist den jüngeren Weltenbummlern vorbehalten. Der Grund dafür ist die Altersbeschränkung des benötigten „Working-Holiday-Visums“ die in den meisten Ländern bei 30 Jahren liegt. Ich gebe zu, dass ich etwas pikiert über diese Tatsache die Nase gerümpft habe. Schließlich möchte man sich gern selbstbestimmt entscheiden dürfen, ob man Lust auf diese ganz große Freiheit hat, die ja aber auch die ganz große Ungewissheit bedeutet. Nicht zu wissen, wo man die nächsten Nächte schläft oder wann und wo man den nächsten Job findet ist eigentlich nicht so mein Ding. Ebensowenig wie überlaufenen Hostels und Gruppenduschen. Nachdem ich festgestellt hatte, dass Work and Travel nichts für mich ist, habe ich mich auf die Informationssuche gemacht.

Diese wichtigen Dinge gehören ins Gepäck

Die Planung einer solchen Unternehmung ist recht komplex, wie ich feststellte:

  • Eine kostenlose Kreditkarte für gebührenfreies Abheben im Reiseland
  • Reisepass – mindestens für die gesamte Reisedauer gültig
  • ein gültiges Visum – bitte darauf achten, dass bei machen Jobs eine Gesundheitsuntersuchung notwendig sein kann.
  • Impfpass – und die erforderlichen Impfungen, deshalb rechtzeitig zur Impfberatung gehen
  • Führerschein – evtl. Internationaler Führerschein
  • ggf. Fotokopien von Zeugnissen

– also jede Menge Dinge müssen im Voraus bedacht werden. Unter anderem natürlich auch der Abschluss der richtigen Versicherungen.

Die richtige Versicherung

Kein Weg führt an einer speziellen Krankenversicherung vorbei, die insbesondere für einen längeren Aufenthalt im außereuropäischen Ausland extra abgeschlossen werden muss. Die  Krankenkassen zahlen in Übersee nicht. Und die normalen Reisekrankenversicherungen meistens nur bis zu einem Zeitraum von 6 Wochen. Bitte bei Abschluss darauf achten, dass  das Arbeiten  im Ausland miteingeschlossen ist. Schließlich ist Work and Travel  kein Urlaub. Haftpflicht- und Unfallversicherung dürfen in diesem Zusammenhang ebenfalls nicht fehlen.

Mit diesen Infos kann ich Julie guten Gewissens auf ihre Weltreise schicken. Ich bin schon gespannt, was sie berichtet!

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