Plötzlich ist der Keller nass – und nun?

Starkregen statt Sommerlaune hieß es insbesondere in den vergangenen Tagen und Wochen. Sehr zum Leidwesen all jener, deren Zuhause dem ständigen Regen einfach nicht standhielt. Wir klären die wichtigsten Versicherungs- und Verhaltensfragen rund um die Regenflut.

Von wegen Sommer. Selbst notorische Sonnengemüter können der aktuellen Jahreszeit maximal ein zerknirschtes „feuchtfröhlich“ abgewinnen. Wobei das mit dem „fröhlich“ ehrlich gesagt schlagartig aufhört, wenn der eigene Keller komplett unter Wasser steht.

Ich spreche aus Erfahrung. Etwa ein Drittel meines Besitzes wurde vergangene Woche im frisch bezogenen Keller durchweicht. Selbst schuld, wer seine Umzugskartons nicht sofort auspackt, sondern erst einmal alles, was noch keinen neuen Platz hat, in den großzügigen Keller stellt. Und eben weil der so großzügig ist, habe ich alles – um besser heranzukommen – lieber nebeneinander gestellt, statt zu stapeln. So wurde wenigstens alles gleichmäßig nass. Super!

Jetzt aber mal Sarkasmus beiseite. So etwas kann passieren. Und wenn es das tut, dann ist es auf jeden Fall ärgerlich. Teuer oder gar existenzbedrohend muss es allerdings nicht werden. Vorausgesetzt, Sie sind richtig versichert.

Mein Hausrat ist nass!

Als Mieterin interessiert mich natürlich in erster Linie die Absicherung meines Hab und Guts. Schäden daran sind über die Hausratversicherung geschützt, sofern diese über einen Elementarversicherungsschutz verfügt. Das gilt dann in meinem Fall nicht nur für Schäden durch Starkregen, sondern auch durch Überschwemmung und Rückstau nach Erdbeben, Erdfall, Erdrutsch, Vulkanausbruch, Schneedruck und Lawinen.

Mein Keller steht unter Wasser!

Diese Tatsache ist nur halb so bitter, wenn Sie als Hausbesitzer über eine Elementarschadenversicherung für Ihre Immobilie verfügen. Wichtig: Diese Erweiterung zur Wohngebäudeversicherung ist die einzige Police, die bei Schäden durch Starkregen greift. Sie leistet auch nach Hochwasser, Überschwemmung oder Rückstau für

  • Reparaturen im/am Haus/Nebengebäude (z.B. Garage oder Schuppen).
  • Trockenlegung und Sanierung des Gebäudes
  • Abriss des Gebäudes wenn nötig
  • Konstruktion und Bau eines gleichwertigen Hauses

Mein Auto ist abgesoffen!

Mein Auto hat glücklicherweise nichts abbekommen. Wäre es bei einer Überschwemmung beschädigt worden, wäre meine Teilkaskoversicherung für den Schaden aufgekommen. Gleiches gilt natürlich für eine Vollkaskoversicherung. Genau wie bei Schäden durch unmittelbare Einwirkung von Elementargewalten, wie Sturm, Hagel, Blitzschlag und Überschwemmung. Wer seinen Wagen nur haftpflichtversichert, bleibt auf den Kosten sitzen.

Hilfe, was soll ich tun?

Zu wissen, wann welche Versicherung leistet, ist wichtig. Einen klaren Plan, in einer akuten Situation zu haben, ist von größter Hilfe.

  1. Ruhig bleiben: Beherzigen Sie diese erste und wichtigste aller Regeln unbedingt! Damit ersparen Sie sich und anderen mehr Sorgen, Schaden und Drama, als unbedingt nötig.
  2. Nichts riskieren: Nichts ist so wertvoll als Ihr Leben. Vergessen Sie riskante Rettungsversuche Ihres Hab und Guts und bringen Sie stattdessen sich und andere in Sicherheit.
  3. Schaden minimieren: Vermeiden Sie Folgeschäden, indem Sie das Wasser schnellstmöglich aus dem Gebäude abpumpen (lassen), entstandene Öffnungen unverzüglich verschließen und gegebenenfalls Inventar trocken stellen.
  4. Schaden dokumentieren: Machen Sie Fotos oder Videos vom entstandenen Schaden und stellen Sie gegebenenfalls Kaufbelege zusammen, um die Höhe des Schadens zu belegen.
  5. Schaden melden: Informieren Sie Ihren Versicherer so schnell wie möglich über den Schaden. Und zwar BEVOR Sie Aufträge an Handwerksbetriebe vergeben.

Ein Tipp für SIGNAL IDUNA Kunden

Was man in einem Schadenfall ganz und nicht gebrauchen kann, sind Papierkrieg, Telefonwarteschleifen und Öffnungszeiten, die immer dann „geschlossen“ anzeigen, wenn man endlich Zeit hat, sich zu kümmern. Die SIGNAL IDUNA bietet ihren Kunden die Möglichkeit, über das Serviceportal meine.signal-iduna.de, den Schaden Online zu melden. So konnte ich mich, als der Trubel endlich vorbei war, in Ruhe an meinen Laptop setzen, die Vordrucke ausfüllen und sofort abschicken. Eine Antwort habe ich innerhalb von 48 Stunden erhalten. Stressfrei und unkompliziert. So soll es sein!

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