Die SIGNAL IDUNA Story – Teil 1: Die Gründung

Wir bei SIGNAL IDUNA sind stolz auf unsere Unternehmensgeschichte, die bereits vor über 100 Jahren begann. Seit der Gründung im Jahr 1907 hat sich viel getan. Blicken Sie gemeinsam mit uns in mehreren Episoden auf die spannendsten Momente und Ereignisse zurück.

Den Grundstein für die heutige SIGNAL IDUNA legten Handwerkermeister aus Dortmund und Hamburg am Anfang des 20. Jahrhunderts. In den wirtschaftlich schweren Zeiten erkannten sie, wie wichtig die Absicherung gegen finanzielle Folgen von Krankheit oder Unfall war – und gründeten kurzerhand eigene Krankenkassen.

Schlechte Zeiten für das Handwerk

Mitgliedsbuch der „Kranken- und Sterbekasse“ in Hamburg, 1909
Mitgliedsbuch der „Kranken- und Sterbekasse“ in Hamburg, 1909

Die fortschreitende Industrialisierung und die Einführung der Gewerbefreiheit im Jahr 1871 hatten für das deutsche Handwerk enorme Auswirkungen. Zahlreiche Handwerkszweige verschwanden, andere wie Tischler, Schlosser und Schuhmacher litten unter steigender Konkurrenz. Die soziale Not im Land wuchs unaufhaltsam. Der damalige Reichskanzler Otto von Bismarck reagierte und führte im Zuge seiner Sozialgesetzgebung in den 1880er Jahren die gesetzliche Kranken- und Unfallversicherung ein. Für Gesellen, Lehrlinge und Arbeiter galt von da an die Sozialversicherungspflicht.

Handwerker nehmen Vorsorge selbst in die Hand

August Tetzner (1857-1917)
August Tetzner (1857-1917)

Selbstständige Handwerker, Angestellte und Beamte waren von der Zwangsversicherung ausgenommen. Doch auch sie forderten eine Absicherung bei Unfall oder Krankheit. Die Reichsregierung entschied sich 1904 aber gegen eine obligatorische Sozialversicherung für alle Berufsstände. Für die Handwerker war klar, dass sie ihre soziale Absicherung selbst in die Hand nehmen würden müssen.

Der Schornsteinfegermeister August Tetzner empfahl im November 1906 auf der Vollversammlung der Dortmunder Handwerks- und Gewerbekammer, eine Krankenkasse für selbstständige Handwerker zu errichten. Sein Vorschlag kam gut an und alle waren sich einig, dass er die Vorbereitungen für die Errichtung möglichst bald in Angriff nehmen sollte. Auf der nächsten Vollversammlung im April 1907 stand der Beschluss fest: Die „Krankenunterstützungskasse für selbstständige Handwerker im Bezirk der Handwerkskammer Dortmund“ wurde gegründet.

Genehmigungsschreiben zur Gründung der „Kranken-unterstützungskasse“, 1907
Genehmigungsschreiben zur Gründung der „Krankenunterstützungskasse“, 1907

Nach sorgfältiger Prüfung durch die Aufsichtsbehörde erteilte der Regierungspräsident kurz vor Jahresende seine Erlaubnis. Am 1. Januar 1908 nahm die „Krankenunterstützungskasse“ – die heutige SIGNAL Krankenversicherung – ihren Geschäftsbetrieb auf.

In Hamburg wurde etwa zur gleichen Zeit die „Kranken- und Sterbekasse für selbständige Handwerker und Gewerbetreibende“ gegründet. Dort gab es zwar schon eine Verwaltungsstelle einer Duisburger Krankenkasse, doch finanziell stand es schlecht um sie. Daher beschlossen die Mitglieder, eine eigene Kasse zu gründen. Sie wurde 1907 von der Gewerbekammer Hamburg als Ersatz anerkannt und ist der Ursprung der späteren NOVA Krankenversicherung.

Wurzeln auch heute noch spürbar

So ermöglichten die Gründer, dass Handwerker und Mittelständler sich zu bezahlbaren Beiträgen versichern und für ihre Familien finanziell vorsorgen konnten. Ohne die verantwortungsbewusste Initiative der Handwerkermeister würde es die SIGNAL IDUNA, wie wir sie heute kennen, gar nicht geben. Diese enge Verbundenheit zum Handwerk, Handel und Gewerbe besteht bis heute. Und darauf sind wir stolz!

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