Kinderzähne im Advent – Tipps für Eltern

Süßes wie Kipferl und Krokant ist gerade für Kinder höchst verlockend. Die Krux daran: ihre Zähne halten solchen Zuckerbomben nicht lange stand. Darum sollten Eltern wissen, wie sie ihre Kinder vor Karies schützen können.

In der Adventszeit lauert eine süße Versuchung nach der anderen. Überall. Die Schoki im Adventskalender, die Zimtsterne von Oma und die vielen wunderhübschen Näschereien auf dem Weihnachtsmarkt: Zuckermandeln, kandierte Äpfel, Schokoküsse, Goldtaler und Glitzerlollis. Zuhause liegen Kekse und in bunt glänzendes Papier hübsch verpacktes Konfekt vom Aufstehen bis zum Schlafengehen festlich dekoriert bereit. Die Hand muss sich nur danach ausstrecken. Wer kann da widerstehen?

Unsere kleinen Naschkatzen sicher nicht. Sie springen auf das Überangebot am schnellsten an. Doch einfach gar nichts anzubieten ist auch keine Lösung. Schließlich gehören Naschen und Advent zusammen.

Zu schade, dass die permanente Süß-Überflutung durch Zucker die kleinen Kinderzähne besonders angreift. Ihr Zahnschmelz ist noch nicht so hart wie der von Erwachsenen. Deshalb haben wir für Eltern ein paar einfache Tipps zusammengestellt, damit sie sich am Thema „Naschen im Advent“ nicht die Zähne ausbeißen.

Es darf genascht werden – Wann und wie viel bestimmen Sie

Tipp 1: Frohstart in den Tag

Beginnen Sie den Tag damit, Ihrem Kind das Naschen gezielt zu erlauben. Und zwar früh morgens. Es freut sich dann schon abends darauf, aufzustehen, ein Türchen in seinem Adventskalender zu öffnen und die Schokoladenfigur zu bekommen. Nach dem Frühstück wie gewohnt die Zähne putzen und die erste Hürde ist genommen.

Tipp 2: Nicht alles auf einmal

Im Advent herrscht Ausnahmezustand. Das heißt nicht, dass Ihr Kind alles Süße wann immer es möchte auch haben sollte. Stellen Sie lieber ein paar Äpfel bereit, die sie gegen die Knabberschüssel austauschen und geben Sie den Zugriff auf die Süßigkeiten, zum Beispiel am Weihnachtsbaum, nur ab und zu frei. Sie bestimmen damit nachhaltig über ein gesundes Maß an Genuss.

Tipp 3: Lieber als Nachtisch

Eine Naschregel könnte sein, dass Sie Ihrem Kind immer nach dem Mittagessen eine süße Kleinigkeit anbieten. Zur Belohnung, wenn der Teller leer gegessen wurde. Und mit der Gewissheit, dass danach wieder die Zähne ordentlich geputzt werden. Wie hinter jeder Hauptmahlzeit.

Tipp 4: Vorsicht beim Trinken

So nett es sich anhört, Kinderpunsch enthält zwar keinen Alkohol, dafür aber ordentlich Zucker. Genau wie Limonaden. Als Durstlöscher sind sie auf keinen Fall empfehlenswert, denn sie baden die Zähne quasi in Zuckerwasser. Gegen Durst sind stilles Wasser, ungesüßter Tee oder stark verdünnte Fruchtsäfte für Kinder genauso gut wie für Erwachsene.

Tipp 5: Das ist Tabu

Ganz im Ernst, super klebrige Süßigkeiten wie Zuckerwatte, Riesenlutscher, Zuckerstangen, türkischer Honig oder kandierte Früchte bleiben viel zu lange an den Zähnen hängen und setzen sich hartnäckig in den Zahnzwischenräumen fest.  Selbst die Erlaubnis in Ausnahmefällen ist ein fauler Kompromiss, wenn die Zähne nicht sehr bald danach geputzt werden können.

Tipp 6: wenn, dann

Wenn es ums Naschen geht, sind konsequente Abmachungen, an die sich Eltern wie Kinder halten müssen, nicht nur erzieherisch wertvoll, sondern obendrein gesund. Machen Sie Ihrem Kind eine süße Freude, dann soll es bitte hinterher die Zähne umso intensiver putzen. Bleiben Sie dabei, putzen Sie auch noch mal nach und vermitteln Sie, warum Zahnpflege so wichtig ist.

Tipp 7: Zahnpflege to go

Immer eine kleine Wasserflasche dabei zu haben, ist gut, damit sich Ihr Kind nach dem Naschen schon einmal den Mund ausspülen kann. Mit zuckerfreien Kaugummis für Kinder können Sie unterwegs das Schlimmste vermeiden. Denn sie helfen beim Neutralisieren von Säuren und remineralisieren den Zahnschmelz – nicht nur zur Weihnachtszeit.

Schön für die Seele – Hart für Kinderzähne

So wunderbar die Advents- und Weihnachtszeit für Kinder ist, so anspruchsvoll ist die Aufgabe der Eltern, auf gute Zahnpflege zu achten. Mindestens zweimal täglich müssen schon die Milchzähne geputzt werden, auch wenn sie später ausfallen. So gewöhnt sich das Kind frühzeitig an den Umgang mit der Zahnbürste und Karieserreger haben kaum eine Chance, die neu nachwachsenden Zähne anzugreifen.

Wenn Ihre Kinder beim Plätzchen backen die Schüssel auslecken oder das Lebkuchenhaus mit Zucker verzieren und davon naschen dürfen, ist das einfach gut für die Seele. Süße Momente, an die sie später gerne mal zurück denken. Besonders, wenn es ihnen ein Lächeln entlockt – aus einem Mund voller gesunder Zähne.

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