Freudentanz statt Herbstblues

Der eine geht stundenlang joggen, der nächste macht sich immerzu positive Gedanken und wieder ein anderer schwört auf Schokolade. Die Strategien gegen den drohenden Herbstblues sind so vielfältig, wie die Farbenpracht, die sich allmählich über Baumkronen und Straßen ausbreitet.

Aber welche Strategien sind denn nun wirklich wirksam? Ratsam? Oder gar unerlässlich? Die Antwort ist ganz einfach: alle, die Ihnen Freude machen.

Jetzt heißt es Licht abluxen

Und wenn sie auch hinter den Wolken verborgen bleibt, die Sonne erreicht uns dennoch mit ihrer Kraft. Und genau die brauchen wir jetzt. Ein absolutes Anti-Herbstblues-Muss ist daher: täglich mindestens eine halbe Stunde an frischer Luft im Tageslicht verbringen. Ganz gleich, ob es stürmt, regnet oder sogar gemütlich sonnig ist. Nur ein kleiner Spaziergang am Tag und schon haben Sie eine der wichtigsten und wirksamsten Strategien bereits umgesetzt.

Sofern Zeit und Geldbeutel es zulassen, ist natürlich auch die Reise in ein sonniges Land eine zuverlässige Variante, der Herbstverstimmung vorzubeugen.

Rundum aktiv bleiben

Mit dem Lieblingsbuch auf die Couch... Was macht Ihnen Freude?
Mit dem Lieblingsbuch auf die Couch… Was macht Ihnen Freude?

Klar: Bewegung tut gut. Aber muss es denn immer gleich Sport sein? Keineswegs. Entscheidend für eine stabil positive Stimmungslage ist nicht Ihre Teilnahme am Triathlon, sondern Ihr ganz allgemeines Aktivitäts-Level. Dazu gehört zwar auch körperliche aber mindestens ebenso sehr geistige und emotionale Beweglichkeit. Zum Beispiel ins Kino gehen, regelmäßig mit den besten Freunden telefonieren, Pilze sammeln oder es sich mit Lieblingsbuch und Kuscheldecke auf Balkon oder Terrasse bequem machen.

Unser Tipp: legen Sie sich eine Liste solcher Aktivitäten an, die Ihnen Freude bereiten. Vielleicht nicht gerade die lang erträumte Weltreise, sondern ganz realistische, kleine, alltagstaugliche Dinge. Diese Gute-Laune-Liste hängen Sie sich an den Kühlschrank und erfreuen sich jeden Tag mit mindestens einer dieser Kleinigkeiten.

Wenn Sie ganz nebenbei noch aktiv Fahrstühle und Rolltreppen umgehen, immer mal wieder eine U-Bahn- oder Busstation früher aussteigen und laufen oder das Fahrrad trotz Schmuddelwetter dem Auto vorziehen, sind Sie auf dem besten Wege, Herbst und Winter freudig strahlend zu überstehen.

Nur eine Aktivität ist verboten: das Grübeln. Richten Sie sich innerlich eine dicke, stabile Schranke ein, die Sie bildlich herunterlassen können, sobald düstere Grübelwolken aufziehen. Anschließend suchen Sie sich lieber eine schöne Alternative von Ihrer Gute-Laune-Liste aus.

Besseresser werden

Es ist leider wahr: der Herbst macht Heißhunger. Dahinter steckt ein recht einfacher und im Prinzip sogar gesunder Mechanismus des Körpers: herrscht Lichtmangel, wird im Körper vermehrt das „Schlaf-Hormon“ Melatonin ausgeschüttet. Es macht müde, verlangsamt den gesamten Stoffwechsel und senkt die Körpertemperatur. Zudem hemmt Melatonin die Produktion des Glückshormons Serotonin. Die logische Reaktion unseres Körpers ist also der Heißhunger auf serotoninhaltige Nahrung, wie beispielsweise Schokolade.

"Schokolade macht glücklich"
“Schokolade macht glücklich”

Gleichen Sie den grundlegenden Mangel an Licht und Bewegung frühzeitig aus, wird dieser Heißhunger gar nicht erst auftauchen. Die Extraportion Glückshormone können Sie über die strikte Ausführung der Gute-Laune-Liste einfahren. Oder über reichlich Nudeln und Kartoffeln. Natürlich ist auch ab und an ein Stück Schokolade erlaubt. Ansonsten kommen Sie am fröhlichsten mit vitaminreicher Vollkost durch Herbst und Winter: Viel Gemüse, Obst, Linsen, Nüsse und Trockenfrüchte.

Auch die geistige Nahrung möchte in dieser oftmals düsteren Zeit sorgsam dosiert werden. Sorgen Sie für positiven Input. Das bedeutet konkret: Komödie statt Krimi auf dem Nachttisch. Meiden Sie negative oder gar destruktive Unterhaltungen und Gesellschaft. Zum Beispiel könnten Sie zumindest die Mittagspause zur motzfreien Zone erklären. Leiten Sie Gespräche konkret in eine positive Richtung: „Was war Dein Highlight am Wochenende?“ oder „Was hat Dir am Film/am Meeting/am Urlaub am besten gefallen?“. Sie werden überrascht sein, wie ansteckend positive Themen sind. Ebenso, wie negative.

Trauen Sie sich auch ruhig, einen Tag persönlicher Nachrichten-Abstinenz pro Woche einzuführen. Keine Zeitung, keine News-Apps, keine Tagesschau. An diesem einen Tag wird sich die Welt da draußen nicht plötzlich grundlegend verändern. Aber Ihr Tag wird es.

Und wenn Sie doch externe Unterstützung benötigen, schauen Sie doch als SIGNAL IDUNA-Kunde hier vorbei! Es stehen Ihnen kompetente Mitarbeiter mit Rat und Tat zur Seite.

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