Fünf Frost-Probleme rund ums Auto

Wenn die Temperaturen in den Minusbereich fallen, können Autofahrer mit typischen Winterproblemen konfrontiert werden: vom Nicht-Anspringen des Autos bis hin zu angefrorenen Türen. Unser Partner, der ARCD kennt die fünf Herausforderungen in der kalten Jahreszeit und ihre Lösung.

Problem 1: Auto springt nicht an

Im Winter führen schwächelnde Batterien die ARCD-Pannenstatistik an. Kein Wunder, bei tiefen Temperaturen sind Autobatterien nicht mehr so leistungsfähig. Zusätzlich ist beim Motorstart besonders viel Power nötig. Ist der Akku älter als vier Jahre, kann er im Winter schnell schlapp machen. Dann lassen sich Autos mit einem Starthilfekabel als Notlösung überbrücken. Dabei sollten Autofahrer unbedingt die Bedienungsanleitung beachten informieren. „Wichtig ist es außerdem, nach dem Anlassen etwas zu warten und vor dem Abnehmen des Überbrückungskabels im Pannenfahrzeug einen Stromverbraucher wie Sitzheizung oder Scheinwerfer einzuschalten. Dadurch werden Spannungsspitzen beim Trennen der Kabel vermieden und die Elektronik geschützt“, sagt ARCD-Pressesprecher Josef Harrer. Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollten Autofahrer vor allem ältere Akkus regelmäßig überprüfen und das Gehäuse gründlich reinigen, um Kriechströme zu umgehen. „Saubere Pole verringern außerdem den Übergangswiderstand zur Klemme“, sagt Harrer. Sobald Batterien schwächeln, können Besitzer diese auch mit einem geeigneten Ladegerät aufladen.

Springt das Auto bei Frost nicht an, kann ein Starthilfekabel von Nutzen sein. Foto: ARCD
Springt das Auto bei Frost nicht an, kann ein Starthilfekabel von Nutzen sein. Foto: ARCD

Problem 2: Fernbedienung funktioniert nicht mehr

Auch die Batterien der Fernbedienung zum Öffnen der Türen können bei Kälte schlapp machen. Wer dann die Notentriegelung seines Fahrzeugs kennt, hat Glück. Vorbeugend sollte sich jeder Fahrzeugbesitzer darüber in der Betriebsanleitung informieren. Zusätzlich hilft der jährliche Austausch der Batterien oder ein Satz Reservezellen in Reichweite.

Problem 3: Türen lassen sich nicht öffnen

Egal ob festgefrorene Fahrertür oder zugefrorenes Schloss – wenn man nicht mehr in sein Fahrzeug kommt, ist das ärgerlich. „Auf keinen Fall dürfen Autofahrer dann an der Tür rütteln oder heftig am Türgriff ziehen, denn dadurch können Dichtungen beschädigt werden“, rät Harrer. Besser ist es, alle Türen durchzuprobieren und gegebenenfalls einen etwas unbequemeren Einstieg über eine andere Tür oder – wenn möglich – notfalls auch den Kofferraum zu wählen. Sobald das Auto in wärmerer Umgebung aufgetaut ist, sollte man die Dichtungen mit Pflegesubstanzen behandeln, um ein erneutes Festfrieren zu verhindern. Und noch ein Tipp zur Vorbeugung: das Auto besser dann waschen, wenn es bei Plusgraden vollständig trocknen kann. Bei zugefrorenen Schlössern hilft ein Föhn oder das vorsichtige Auftauen mit einem angewärmten Schlüssel. „Enteisersprays nur im Notfall verwenden, da diese das Wasser nicht entfernen und das Schloss so wieder zufrieren kann“, erklärt Harrer.

Problem 4: Scheibenwischer sind angefroren

Auch bei angefrorenen Scheibenwischern gilt: auf keinen Fall gewaltsam daran ziehen! Die empfindlichen Wischlippen können sonst beschädigt werden. „Besser ist es, das Eis durch das Andrücken des Wischerblattes auf die Scheibe zu sprengen. Alternativ dazu hilft es auch, etwas Frostschutzmittelkonzentrat darauf zu gießen und die Wischer nach kurzem Warten anzuheben“, empfiehlt Harrer.

Problem 5: Scheibenwasser ist vereist

Wer vor einem Temperatursturz keinen Frostschutz in die Scheibenwaschanlage gefüllt hat oder diese nach dem Auffüllen noch nicht betätigt hat, steht wahrscheinlich vor dem Problem von eingefrorenem Spritzwasser. Wenn sich dann beim Fahren eine vom Vordermann aufgewirbelte weiße Schicht aus Salzwasser auf der Windschutzscheibe ablagert, ist es mit der freien Sicht schnell vorbei. „Meist sind die Leitungen und der Wasserbehälter nur schwer erreichbar, sodass ein Auftauen mit einem Föhn kaum in Frage kommt“, sagt Harrer. Es bleibt also nur: das Auto an einem frostsicheren Ort abstellen, warten, bis Spritzwassertank und Leitungen wieder aufgetaut sind, und Frostschutzmittel nachfüllen. „Dann die Düsen ordentlich nachspülen, bis sich der Frostschutz in den Leitungen verteilt hat, um nicht gleich wieder vor demselben Problem zu stehen“, sagt Harrer.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Bitte beachten Sie, dass Kommentare erst nach Bearbeitung und Freischaltung veröffentlicht werden. Ihre E-Mail-Adresse wird hier nicht veröffentlicht und nur für die Kommunikation zu diesem Blog verwendet.