Duales Studium – genau das Richtige für Multi-Tasker und Power-Studis

Über die „Jugend von heute“ kann man nur den Kopf schütteln – vor Staunen. Über so viel Motivation, Interesse, Neugier, Lernwille und Leistungsbereitschaft. Wir sind begeistert von unseren dualen Studenten und finden, das sollte jeder wissen.

Was tun, wenn einem viele Wege offen stehen? Wenn die eigenen Interessen sich in diverse (Fach-)Richtungen ausdehnen? Wenn die Neugier unersättlich und die Motivation nicht zu bremsen ist? Was für einige nach Luxusproblemen klingen mag, bedeutet für die betroffenen jungen Menschen oftmals eine wahre Zerreißprobe. So auch für Isabell Rath.

Wer die Wahl hat …

Isabell ist eine von neun Studenten, die ihr duales Studium an der Hamburg School of Business Administration, kurz HSBA, und bei der SIGNAL IDUNA absolvieren. Eigentlich wollte sie immer Lehrerin werden. Etwas bewegen, an Wissen partizipieren, es an andere weitergeben, im Austausch, im Dialog sein. All das will sie immer noch. Allerdings nicht mehr im engen Rahmen eines Lehramtes, sondern in der weiten Welt der freien Wirtschaft.

Zur Wahl standen unter anderem ein Lehramtsstudium, ein Studium der Psychologie sowie die dualen Bachelor-Studiengänge Maritime Management und Business Administration. Isabell entschied für letzteres: das duale Studium Business Administration mit Schwerpunkt Insurance Management bei der SIGNAL IDUNA. „Ich hätte nie gedacht, dass Versicherung so spannend sein kann!“ lacht Isabell rückblickend.

Duales Studium – Kraftpakete only!

Warum sich für eine Ausbildung oder ein Studium entscheiden, wenn man doch auch beides haben kann? So denken wohl vor allem so vielseitig interessierte Energiebündel wie Isabell. Das duale Studium ist wie für sie gemacht. Die älteste von vier Schwestern hat sich schon während ihrer Schulzeit immer wieder in freiwilligen Projekten engagiert und war Teilnehmerin der Deutschen SchülerAkademie, die Jugendlichen „mit einer weit überdurchschnittlichen und breiten intellektuellen Befähigung sowie weitreichenden Interessen verbunden mit einer schnellen Auffassungsgabe“ (aus den Teilnahmebedingungen der Deutschen SchülerAkademie) vorbehalten ist.

Nach ihrem Abi 2013 begann sie 2014 mit dem ersten von insgesamt sechs Semestern, in denen sich Theorie- und Praxisphasen abwechseln. Gelerntes kann so direkt angewendet und das praktisch erworbene Wissen in der Uni diskutiert und reflektiert werden. Das Resultat sind optimale Lern- und Wachstumsbedingungen sowie ziemlich gute Karrierechancen.

Allerdings ist dieses „Dualo“-Dasein eine echte Herausforderung. Denn die Doppelbelastung erfordert viel Zeit, Kraft und Einsatz. Im ersten Semester geht es, um mit Isabells Worten zu sprechen, rückblickend recht „kuschelig“ los mit nur drei Klausuren in der Uni- und einem Praxisbericht in der Unternehmens-Phase. Ab dem zweiten Semester sind es dann schon sechs Klausuren plus zusätzliche Arbeiten und Präsentationen. Im vierten Semester kam noch die für sie obligate IHK Prüfung zur Kauffrau für Versicherungen und Finanzen hinzu. Ein Pensum, bei dem viele Nicht-„Dualos“ sicherlich das Handtuch werfen würden. Isabell Rath nimmt es sportlich: „Ich mag es, gefordert zu sein und viel leisten zu müssen. Eben weil ich mich gerne engagiere, viel machen und lernen möchte. In der Uni leistet man natürlich auch viel aber eben vor allem Denk- und Zuhörarbeit. Hier kann ich das Wissen direkt anwenden, überprüfen und gegebenenfalls vertiefen. So macht wachsen Spaß!“

Ausbildung + Studium + Leben?

„Es ist eigentlich kaum vorstellbar, dass bei dieser Taktung überhaupt noch ein Leben neben dem Studium möglich ist“, berichtet Kai Uther, Ausbildungsleiter der dualen Studenten.

Isabell Rath zeigt, wie. Nach Uni oder Arbeitstag liest sie viel, besucht Poetry Slams, unternimmt etwas mit Freunden und mehrmals die Woche wird auch noch Handball gespielt.

Isabell liebt Schweden und möchte unbedingt die Sprache lernen.
Isabell liebt Schweden und möchte als nächstes die Sprache richtig lernen.

Auf die Frage, wie sie das alles hinbekäme, lacht sie nur leicht verlegen und antwortet: „Ich mache es einfach.“

Isabell Rath ist ohne Frage eine beeindruckende junge Frau und damit im Kreise der dualen Studenten keine Ausnahme. Die jungen Menschen setzen sich bewusst und mit vollem Einsatz dieser hohen Belastung aus. Um nach drei Jahren einen Bachelor sowie einen Ausbildungsabschluss in der Tasche zu haben und sich optimale Karrierechancen im Unternehmen zu sichern.

Auch die Unternehmen profitieren

„Die Studenten durchlaufen bei uns in jedem Semester eine andere Abteilung und sind hier eine echte Bereicherung.“ berichtet Uther begeistert. „Die bisher teilnehmenden Abteilungen sind sehr zufrieden mit den dualen Studenten. Sie sind engagiert, motiviert, fachlich fit und leistungswillig. Die wollen richtig. Und genau solche Leute brauchen wir!“

Das duale Prinzip beantwortet dieses „brauchen“ mit einem „haben“. Denn als Partner Unternehmen der HSBA übernimmt die SIGNAL IDUNA, die Studiengebühren der dualen Studenten im eigenen Hause. Im Gegenzug sagen die Studenten zu, im Anschluss an ihr Studium mindestens zwei Jahre bei der SIGNAL IDUNA zu bleiben.

Auf dem Weg zum Optimum

Eine Win-Win-Situation, von der beide Parteien noch mehr profitieren könnten, meint Uther.

Kai Uther, Ausbildungsleiter der dualen Studenten
Kai Uther, Ausbildungsleiter der dualen Studenten

Vor allem eine Optimierung der internen Prozesse würde die zukünftigen Fach- und Führungsmitarbeiter noch besser integrieren. „Mein Job für die HSBA-Studenten ist es, die geeigneten Einsatz- und Ausbildungsstellen zu suchen.“ erklärt Uther. „Das ist nicht immer ganz einfach, weil wir aus einer jahrelangen Tradition klassischer dualer Berufsausbildungen kommen. Das ist jetzt natürlich eine ganz andere Ebene.

Die dualen Studenten müssen eher ins Management, in strategische oder Produkt entwickelnde Bereiche. Wir befinden uns in dieser Hinsicht noch immer in einem Gewöhnungsprozess, den es weiter sukzessive zu optimieren gilt. Indem wir den Abteilungen den Mehrwert der dualen Studenten näher bringen und den Studenten damit die richtigen Bereiche zugänglich machen. Was viele nicht wissen: die dual Studierenden weisen eine enorme Motivation und Selbstverantwortung auf. Der Zeit- und Ressourcenaufwand für die Betreuung ist meist geringer als beispielsweise bei den Azubis. Wir haben hier beachtliche junge Menschen, die charakterlich sowie fachlich in der Lage sind, sich mit richtig guten Ideen einzubringen.“

Nach dem Studium ist vor dem Studium

Inzwischen sind in Deutschland weit mehr als 60.000 Studierende in dualen Studiengängen eingeschrieben. Die SIGNAL IDUNA hat ihre Plätze für 2017 von drei auf fünf erweitert. Isabell Rath hat nur noch zwei Semester vor sich, bevor sie sich auf eine Stelle innerhalb der SIGNAL IDUNA bewerben wird. „Nach dem Bachelor bleibe ich mindestens zwei Jahre hier. Nicht nur, weil der Studienvertrag das so vorsieht, sondern weil ich mich hier wirklich wohl fühle. Ich hätte da auch schon einen Wunsch, wo ich landen wollen würde. Nebenberuflich werde ich dann auf jeden Fall meinen Master machen. Und richtig Schwedisch lernen. Und … ach, mir fällt schon noch so einiges ein.“

Davon sind wir überzeugt und freuen uns schon auf die weitere gemeinsame Entwicklungs-Reise!

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