Felix Passlack – der aufstrebende Profi-Heißsporn im Interview

Er lebt den Traum vieler Fußball-Begeisterter und startet in Kürze in den Reihen des BVB in die Bundesliga. Wie er so weit gekommen ist und was es ihn gekostet hat, erzählt er uns und Ihnen im persönlichen Interview.

Gerade einmal 18 Jahre ist der gebürtige Bottroper und spielt derzeit sein letztes Jahr in der A-Jugend. Seit 2012 ist er beim BVB. Seine bislang größten Erfolge: Zweifacher Deutscher Meister U17, einmal U19. „Solche Erfolge geben einem natürlich noch mehr Selbstvertrauen und zeigen einem, dass man etwas richtig macht und weiter daran arbeiten sollte“ berichtet der junge Mann bescheiden und sogar etwas verlegen. Ein echter Sympathieträger, der auf das „Du“ besteht.


Das ganze Interview im Video.

Wann wusstest Du, dass Du unbedingt Profi-Fußballer werden musst?

Fußballprofi zu werden ist mein Kindheitstraum. Meine Familie stand dabei von Anfang an hinter mir. Wir sind alle generell sehr sportlich und mein Vater war früher selbst Fußballer.

Wie stehen heute die Chancen, als begabter Fußballspieler erfolgreich eine Profikarriere einzuschlagen?

Ich glaube, das ist immer unterschiedlich. Man muss gewissen Ehrgeiz haben. Und auch den Willen, auf Sachen verzichten zu können. Darauf muss man auch sehr achten und dann sind die Chancen schon sehr hoch, dass man es schafft.

Welche Risiken bist Du für Deine bisherige Laufbahn eingegangen?

Ich habe ganz normal meinen Realschulabschluss gemacht und mein Fach-Abi angefangen. Nach 1,5 Jahren habe ich dann aber abgebrochen, weil der Fußball dann so in mein Leben gerückt ist, wie ich es mir eigentlich vorgestellt hatte. Dementsprechend musste ich mich entscheiden. Ich habe mich für den Fußball entschieden.

Bleibt bei all dem Training überhaupt noch Zeit für Freunde, Hobbys oder eine Ausbildung?

Zeit bleibt schon. Vor allem, wenn wir morgens trainieren ist meistens der ganze Nachmittag frei. Von daher bleibt schon Zeit für Freunde und auch Hobbys. Allerdings war das in der Jugendzeit nicht so. Da hatten wir von morgens bis mittags Schule und danach halt sofort Training. In der Zeit hatte ich nicht so viel Freizeit, konnte meine Freunde nicht so oft sehen. Deshalb bin ich jetzt umso glücklicher, dass es jetzt anders aussieht.

Siehst Du es als Risiko, keine Ausbildung zu haben?

Ein Risiko besteht natürlich immer allerdings ist das Gute hier in Deutschland, dass man sein Abi zum Beispiel auch noch in der Abendschule nachholen kann. Von daher: klar sind Risiken da aber mit der Möglichkeit der Abendschule hat man immer noch Möglichkeiten im Hintergrund, falls man sich verletzen sollte.

Wie schützt, pflegst, entwickelst Du Dein „Kapital Körper“? 

Wie ein ganz normaler Sportler auch. Durch sehr viele Behandlungen, vor allem im regenerativen Bereich. Dass man gut auf seine Muskeln aufpasst, sich gut ernährt, früh schlafen geht (vor allen Dingen dann auch viel Schlaf hat) und dass man dann morgens frisch aufstehen kann.

Zweifelst Du auch mal daran, dass sich die Disziplin und Opfer lohnen?

Aus meiner Sicht lohnt sich das alles. Vor allem, wenn man es dann am Ende geschafft hat. Da merkt man schon, worauf man alles verzichtet hat in seinem „Jugendleben“ sage ich mal. Was dann aber dabei rausspringt ist natürlich überragend. Ich glaube, es lohnt sich schon sehr, für seinen Traum zu kämpfen.

Was glaubst Du ist wichtiger für eine erfolgreiche Profi-Karriere: Talent oder Fleiß? 

Ich glaube beides spielt eine wichtige Rolle im Fußballleben. Wenn man Talent hat, sollte man natürlich genauso hart arbeiten, wie die anderen. Wenn man weniger Talent hat, sollte man mehr arbeiten, als die anderen. Von daher würde ich beides sagen.

Risikobereitschaft oder Sicherheitsdenken?

Ich bin eher so der Risikotyp, wobei ich manchmal lieber der Sicherheitstyp wäre. Wenn man lieber auf Sicherheit geht, kann man eigentlich nix falsch machen.

Ehrgeiz oder Teamgeist?

Teamgeist. Das Team steht über allem. Klar sollte man seine eigenen Leistungen nicht vergessen. Aber eben um das bestmögliche ins Team einzubringen.

„Body“ oder „Brain“?

Body. Das ist das Kapital vom Fußballer. Brain müsste man jetzt nicht so haben als Fußballer.

Bitte vervollständige die folgenden Sätze:

Das größte Risiko meines Lebens war/ist … mich so schwer zu verletzen, dass ich ganz aufhören müsste mit dem Fußball.

Die größte Chance meines Lebens war/ist … verletzungsfrei zu bleiben und so erfolgreich wie möglich im Fußball zu sein.

Es sollte dringend eine Versicherung gegen … verschossene Elfmeter … erfunden werden!

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Bitte beachten Sie, dass Kommentare erst nach Bearbeitung und Freischaltung veröffentlicht werden. Ihre E-Mail-Adresse wird hier nicht veröffentlicht und nur für die Kommunikation zu diesem Blog verwendet.