Meine spannenden Wochen bei SIGNAL IDUNA Ungarn!

Das Fernweh und das Interesse bei einer Auslandstochter zu arbeiten trieb mich 2017 zu meinem Ausbilder. Aber erstmal zu mir: Mein Name ist Justin Cosack und ich bin dualer Student bei der SIGNAL IDUNA in Dortmund. In meinem Artikel erzähle ich Ihnen, was es für eine tolle Erfahrung für mich war, eine Zeit lang in einem fremden Land zu leben und zu arbeiten.

Überwältigt war ich von der positiven Reaktion meines Vorschlags, ob es nicht möglich sei, in meiner vorlesungsfreien Zeit als dualer Student der SIGNAL IDUNA, bei unserer Auslandstochter in Ungarn, Budapest zu arbeiten. Nicht erst in der Planungszeit drei Monate vor dem Abreisedatum wurde mir bewusst, welche großartige Chance sich mir bietet. In Gesprächen mit Freunden wurde die Reise schnell als Urlaub abgestempelt. Doch die mit der ungarischen Unternehmensleitung abgesprochenen Themen versprachen nicht nur einen sehr spannenden Aufenthalt, sondern auch einen straffen Zeitplan.

So fand ich mich am letzten Sonntag im Juli am Gate im Flughafen Dortmund wieder. 30 Kilo Gepäck und gefühlt alles was ich besitze warteten mit mir auf den Flug W62292. Circa vier Stunden später stand ich in dem Innenhof eines verlebten Altbaus in der Innenstadt von Budapest, gespannt auf das, laut der Bilder, super schöne Airbnb-Apartment. Anfängliches Misstrauen gaben mir die vielen Einschusslöcher in der Fassade, stammend aus dem Freiheitskrieg gegen die Sowjets 1956. Die gemütliche kleine Wohnung glich jedoch einem IKEA-Katalog. Nach einem netten Gespräch mit einem Ungaren bei der Schlüsselübergabe kehrt Stille ein. Mein Koffer und meine Tasche stehen neben mir. Mit einem mulmigen Bauchgefühl lasse ich mich auf das Sofa fallen und begreife erst jetzt, dass ich nun für sechs Wochen in Budapest arbeite und lebe. Schnell richte ich mich ein und mache mich auf zur ersten Erkundungstour, bevor es am nächsten Tag zur Arbeit geht.

Auf Entdeckungstour: Budapest mit der Donau im Hintergrund.
Auf Entdeckungstour: An diesem Ausblick konnte ich mich nicht satt sehen.

Viele neue Gesichter, ein fremder Arbeitsort und ein unbekanntes Land. „Viele Variablen“ – Das würden wir in unserer Vorlesung über lineare Algebra sagen. Trotz der Aufregung, über das was mir bevorsteht, geht es am Montag ausgeschlafen und bei gefühlten 30 Grad in Anzug und Schlips zu meinem ersten Arbeitstag in Budapest. Gespannt folge ich der Assistentin des Vorstands über die Flure, um mich mit einem Teil der mehr als 200 Mitarbeiter bekannt zu machen. Die Führung durch die Räumlichkeiten der Hauptverwaltung SIGNAL IDUNA Ungarn endet in einem gemütlichen Einzelbüro, an dessen Tür ich für die kommenden Wochen mein Namen anschlagen darf.

In drei Wochen soll ich eine Präsentation über die aktuellen Entwicklungen der Muttergesellschaft aus Deutschland halten. Durch meine Erfahrungen, die ich in meinem vorherigen Ausbildungseinsatz in einer digitalen Einheit machen durfte, konnte ich neben der neuen Gesamtkonzernstrategie auch spannende Digitalisierungsthemen vorstellen. „Mehr Lebensqualität schaffen!“ ist die zentrale Bedeutung der neuen Unternehmensstrategie, für Kunden sowie für uns als Mitarbeiter. Die Möglichkeit ganz neue Eindrücke, durch flexible Einsätze in meiner beruflichen Laufbahn zu bekommen, ist mir sehr wichtig und steigert meine Lebensqualität.

Nach 3 Wochen Vorbereitungszeit hieß es dann mein Englisch und mich unter Beweis zu stellen. Mit zunächst etwas zitteriger Stimme stellte ich nach und nach vor, wie wir uns in Deutschland auf die durch die Digitalisierung verändernden Kundenbedürfnisse und Marktverhältnisse einstellen wollen. Das Buzzword „focus on the customer“ (Kundenfokus) fällt dabei immer wieder. Ein Begriff der bei näherer Betrachtung, von Verbrauchern sehr geschätzt wird und langfristig die Lebensqualität unserer Kunden erhöht. Unternehmen wie Amazon sind dabei klare Vorreiter. Diese Marktentwicklungen sind in Ungarn jedoch noch keine Selbstverständlichkeit. Trotzdem lauschen die Kollegen sehr interessiert meinem einstündigen Vortrag und stellen dabei immer wieder Fragen. Über ein sehr positives Feedback der Vorstände freute ich mich und war stolz mich solch einer Herausforderung gestellt zu haben.

Durch tägliche Austauschtermine mit den Kollegen lernte ich SIGNAL IDUNA Ungarn und den ungarischen Versicherungsmarkt zudem immer besser kennen. Das Alltagsgeschäft mitzuerleben und immer wieder an Meetings teilzuhaben gab mir das Gefühl ein Teil der Belegschaft zu sein, dessen Meinung und Einschätzung für viele von hohem Wert war und ließ mich schnell in einen Arbeitsrhythmus kommen. Bei schon morgens sehr schwülen Temperaturen ging es mit der U-Bahn einmal quer durch die touristische Stadt. Für eine süße Abwechslung sorgten dabei die zahlreichen und traditionell ungarischen Bäckereien auf dem Weg von meinem Apartment zur Arbeit rüber auf die „Buda-Seite“. Die ungarische Hauptstadt „Budapest“ entstand nämlich erst 1873 durch die Zusammenlegung der zuvor selbstständigen Städte „Buda“, östlich der Donau und „Pest“, westlich der Donau.

An den Wochenenden bekam ich zu meiner Freude meist Besuch aus Deutschland, um die für mich unbekannte Schönheit von Budapest gemeinsam zu entdecken. Dabei blieben jedoch wiederholte Besuche der bekannten Sehenswürdigkeiten, wie der Kettenbrücke, dem Parlament oder der Zitadelle nicht aus.

Sightseeing stand fast jedes Wochenende auf dem Programm.
Sightseeing stand fast jedes Wochenende auf dem Programm.

Meiner Freundin, meinen Eltern oder meinem besten Freund eine kostenlose Stadtführung zu geben machte allerding großen Spaß, sodass ich mich schnell in die ungarische Hauptstadt verliebte. Allen die noch nicht dort waren kann ich Budapest als Reiseziel nur empfehlen.  In der sehr jungen, historienreichen Stadt kann man sich an majestätischen Altbauten satt sehen und auch das Nachtleben kommt nicht zu kurz. Streetfood-Gassen und Bars direkt an der Donau luden in den warmen Nächten dazu ein auch mal mehr als ein leckeres, ungarisches Bier oder den für Ungarn typischen Roséwein zu trinken.

Die sicherlich arbeitsreiche, aber tolle, aufregende Zeit verging wie im Fluge, sodass ich schon etwas traurig war, als ich nach sechs Wochen meine Sachen packen und Budapest auf Wiedersehen sagen musste. Ich konnte nicht nur mein Englisch verbessern, sondern auch viele versicherungstechnische Dinge hinzulernen. Auch persönlich hat mich die Erfahrung, in einem fremden Land zu arbeiten, in vielerlei Hinsicht weitergebracht. Ich bin der SIGNAL IDUNA und allen Beteiligten sehr dankbar für die Unterstützung und das Möglichmachen einer so tollen Zeit, die mir für immer in guter Erinnerung bleibt.

1 Kommentar

  1. Hallo Justin, Dein Blog über unsere Tochter in Ungarn hat mich beeindruckt. Ja, spannendes Land mit viel Potenzial für Leben und Arbeit. Mich würde dieser Versicherungsmarkt und die Absicherungsmentalität der Ungarn näher interessieren. Würde mich über eine Kontaktaufnahme von Dir zu mir sehr freuen. Gruß Generalagentur der SI M. Mair, Weissenhorn

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