Gewonnen: Hamburg, Afrika, Orient und zurück

Es war so schön! Hamburg, die Speicherstadt, der Hafen, das Aladdin Musical, das schöne Hotel – herrliche drei Tage, zu denen ich – um ganz ehrlich zu sein – kam, wie die Jungfrau zum Kinde.

Die Weichen für die Reise wurden Weihnachten 2015 gestellt. Und zwar nicht direkt von mir, sondern von meinem Herrn Papa. Um dem passionierten Sudoku-Spieler eine kleine Freude zu machen, hatte ich den benefit EXPRESS, das Agenturmagazin der SIGNAL IDUNA, eingesteckt, auf dessen Rückseite zwei unangetastete Sudoku Felder auf (s)einen entschlossenen Rätselstift warteten.

Eine Kleinigkeit, die mir erst wieder einfiel, als mich Herr Eberhart anrief, der sich um meine Versicherungen kümmert. In Erwartung eines thematisch entsprechenden Anrufes war ich umso mehr überrascht, als er feierlich verkündete „Herr Reker, Sie haben gewonnen!“

Natürlich freut man sich erst einmal über eine solche Nachricht. Wobei mir gleichzeitig die Frage juckte, von was ich denn wohl glücklicher Gewinner wäre. Nach der Aufklärung durch Herrn Eberhart dämmerte mir, was passiert sein musste. Und tatsächlich: mein Vater hatte die Sudokus noch über die Weihnachtstage gelöst und die Lösung gerade eben vor Einsendeschluss abgeschickt. Selbstverständlich wollte ich „meinen“ Gewinn meinem Vater überlassen, der auch noch großer Musical-Fan ist. Doch leider sprachen die Gewinnspielregeln dagegen.

Also war es an mir, Hamburg und Aladdin einen gebührend genussvollen Besuch abzustatten. Und was soll ich Ihnen sagen, das habe ich auch. In Begleitung einer sehr guten Bekannten machte ich mich am vereinbarten Anreisetag in aller Früh auf den Weg nach Hamburg. Gute sieben Stunden waren wir im Auto unterwegs, unterbrochen von einem gemütlichen Frühstücks-Stopp im Würzburger Café Mozart.

Gegen 14 Uhr kamen wir schließlich im Lindner Park-Hotel Hagenbeck **** an, wo wir direkt unser Zimmer bezogen. Das, wie ich hier erfuhr, erste Tierpark-Themenhotel der Welt war liebevoll im kolonial-exotischen Stil eingerichtet. Ein Gefühl wie in Afrika – nur eben mit Hamburger Wetter.

Bevor das allerdings am nächsten Tag seinem „Schiet“-Image alle Ehre machen sollte, machten wir uns in Windeseile auf, den Nachmittag mit der Stadterkundung zu verbringen. Ich muss schon sagen, in den letzten 37 Jahren, hat sich in der Hansestadt doch so einiges getan.

Die Speicherstadt ist auch bei schlechten Wetter beeindruckend.
Die Speicherstadt ist auch bei schlechten Wetter beeindruckend.

Das zeigte auch eine gemütliche Barkassenfahrt durch den Hafen und die Speicherstadt. Bei Sonnenschein, das hatte schon was. Danach gab’s erst mal Scholle satt – ist jawohl ein Muss, wenn man den deutschen Meeren schon mal so nah ist.

Als wir schließlich kaputt von der langen Fahrt, den vielen Eindrücken und zurückgelegten Erkundungskilometern wieder vor unserem Hotel standen, begrüßte uns ein Wink aus der Heimat: der Mannschaftsbus des TSG Hoffenheim parkte direkt vor dem Eingang. Die Lobby war bevölkert von der Mannschaft – Gesichter, die man sonst nur aus dem Fernsehen kannte. Ein schöner Abschluss des Tages.

Der nächste Morgen begann mit einem ausgiebigen Frühstück, nach dem wir uns auch schon wieder gen nahegelegener City aufmachten. Noch kurz den Hoffenheimern, die gerade vom Morgenjogging eintrudelten, viel Glück für ihr anstehendes Spiel gegen den HSV gewünscht und schon waren wir auf großer Tour. Erst auf den besten Plätzen ganz vorn oben im Doppeldecker quer durch die Stadt, dann ein köstlicher Stopp in der wahrlich „schrägen“ Oberhafenkantine. Weiter über die Reeperbahn und durch das Wachsfigurenkabinett, wo ich Queen Elisabeth II am Liebsten die Hand geschüttelt hätte, so echt erschien mir die First Lady. Neben dem riesigen Klitschko wurde mir kurz mulmig und wir zogen weiter in die Innenstadt, wo sich ein gemächlicher Bummel anschloss.

Noch ein leckeres Mahl auf einem der Panton-Restaurants und schon war es Zeit für Aladdin. Die wirklich hervorragenden Plätze auf dem Balkon boten einen erstklassigen Blick auf die Bühne. Ich war so beeindruckt von den Effekten und der gesamten Technik, dass die zwei Stunden wie im Fluge vergingen. Wahnsinn, was da alles auf die Bühne gebracht wurde. Aladdin war mein erstes Musical und ich muss sagen, dass mich Gesang und Musik nicht so abgeholt haben, wie bei einem Rockkonzert. Dafür fand ich das Drumherum umso beeindruckender und ich bin froh, dagewesen zu sein.

Nach der Vorstellung gab es für uns nur noch eines zu tun: ab ins Hotel. Ein sehr langer und außergewöhnlich schöner Tag lag hinter – und eine lange Heimreise vor uns.

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